
Unsere Geschichte
Seit dem 11. Jahrhundert betreibt unsere Familie Landwirtschaft in Brandenburg. Das Gut in Petkus hatte Ferdinand I 1816 vom seinem kinderlosen Patenonkel übernommen.
Am Rand der glazialen Hochfläche des Niederen Flämings, im Südwesten Brandenburgs gelegen, wird hier seit jeher Ackerbau betrieben. Die sandigen Böden und die niederschlagsarme Vegetationszeit stellen bis heute besondere Anforderungen an Mensch und Pflanze – und haben uns über Generationen hinweg gelehrt, darauf zu achten, was das Land braucht.
Diesem Ansatz war im Besonderen Ferdinand III verpflichtet, der Ende des 19. Jahrhunderts mit der systematischen Züchtung des Petkuser Winterroggens began. Damit legte er den Grundstein für eine Sorte, die weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus berühmt wurde.
Wie alle großen Landwirtschaftsbetriebe im Osten wurde unser Gut 1945 von der Sowjetischen Militäradministration enteignet.
Nach der Wende kam die Familie nach Petkus zurück und es gelang uns das Gut sowie einen großen Teil der alten Flächen wieder zu erwerben.
Heute wirtschaften wir nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus – seit 2009 zertifiziert nach Bioland-Richtlinien. Was unsere Vorfahren aus der Not der kargen Böden heraus entwickelten, ist für uns längst Überzeugung: im Einklang mit der Natur zu arbeiten, statt gegen sie.
Seit 2023 wagen wir uns mit dem Weinbau in ein neues Feld der Landwirtschaft.
Hier auf dem Land bekommen wir die Auswirkungen des Klimawandels besonders deutlich zu spüren. Es wird immer wärmer und gleichzeitig halten die Trockenphasen länger an. Das hat uns auf die Suche nach einer Kultur gehen lassen, die mit diesen veränderten Bedingungen gut umgehen kann. Die Weinrebe kombiniert unsere Ansprüche nach einer resilienten Kultur mit unserem Wunsch ein qualitativ hochwertiges Produkt herzustellen.
